BMW i3 sehr gefragt, fragt sich nur warum?

Das Carbonstadtfahrzeug aus Bayern ist laut Medienberichten sehr gefragt. Im Januar und Februar wurden auch tatsächlich insgesamt 408 Zulassungen in Deutschland registriert. Auch in den USA ist die Bestellung seit Anfang März möglich und damit sollen sich die Lieferzeiten noch weiter verlängern.

Man fragt sich nur warum?

Auf der diesjährigen Messe „New Energy“ in Husum wurden wir als erstes von einem vorausfahrenden BMW i3 überrascht. Leider war diese Überraschung eher negativ, denn rein optisch erwartet man von den Werbebildern etwas massiveres. Kurz gesagt, von aussen wirkt der BMW auf seinen schmalen Rädern sehr instabil.

Aber wahrscheinlich sieht das bei näherer Betrachtung ganz anders aus, dachten wir und geduldeten uns mit dem Festlegen der Meinung bis zur genaueren Sichtung am offiziellen BMW Stand.

Doch was dort zu sehen war, konnte man Anfangs gar nicht glauben. Ein Konzeptfahrzeug mit einigen echt schwerwiegenden Mängeln, so ist der BMW i3 augenscheinlich zu benennen. Er wird meiner Meinung nach in den USA vom Markt genommen werden müssen oder ich erfahre noch, wie eine Person von der hinteren Sitzbank bei einem Unfall das Fahrzeug verlassen kann, sofern auf den vorderen Sitzen jemand angeschnallt ist. Denn der Gurt vom Vordermann ist am Rahmen der Hintertür befestigt (es gibt ja keine B-Säule). Dieses Satz muss man wahrscheinlich zweimal lesen, bevor man es versteht oder glaubt. Aber es ist tatsächlich so, die hintere Tür der jeweiligen Seite lässt sich mit aktivierten Gurtstraffer vorne praktisch nicht öffnen! Es ist mir bisher nicht gelungen hierzu etwas genaueres zu erfahren, sobald dies geschieht werde ich es hier veröffentlichen.

Aber mit diesem Schock war das Bild noch nicht vollständig. Die Verarbeitung ist für das „erste Elektro-Serienmodell im Premium-Segment“ (Zitat BMW Flyer) ebenfalls sehr fragwürdig.
Denn seit dem Lada meiner Eltern habe ich keine Türgriffe aus Plastik mehr in der Hand gehabt, so fühlen sich diese jedenfalls beim i3 an. Schaut man in den Innenraum hört es nicht auf, den selbst bei den zwei vorhandenen Ausstellungsfahrzeugen (und hier wird normalerweise besonders Wert auf Fehlerfreiheit gelegt) traten die „Naturfasern der Kenaf-Pflanze“ bereits aus den Seitenteilen. Wie das ganze nach ein paar tausend Kilometern Nutzung aussieht möchte ich mir gar nicht vorstellen.

Zusammengefasst waren die Erwartungen an den i3 die höchsten vor Messe, doch nach Besichtigung in Natura, kann ich mir den Bestellandrang nur so erklären, dass hier direkt im Internet und nur nach Bildern geordert wird.

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