Bild des Chevrolet Bolt EV Konzept - Vorderansicht (Quelle: GM)

Chevrolet Bolt – GM’s EV Konzept für 2017

General Motors hat ja bereits eine spannende Geschichte im Bereich der batterie-elektrischen Autos. Leider ist sie, wie beim Model EV1 in den 90ern nachzuvollziehen, selten wirklich konsequent gewesen.

Nach der Vorstellung der zweiten Auflage des Chevrolet Volt (Fahrzeug mit Elektro- und Verbrennungsmotor) wurde auf der diesjährigen Detroit Autoschau das Konzept Chevrolet Bolt vorgestellt.

Auf den ersten Blick ein BMW i3 mit Chevy Logo und wir werden sehen, bis auf die Ankündigung, das eine Reichweite von 320km erreicht werden sollen, sind die Gemeinsamkeiten zum bayrischen „Vorbild“ sehr groß, nur eben mal wieder nicht so konsequent.

Auf Basis dessen was die Bilder und Videos der GM Presseseite und der Messevorstellung zeigen, ist Folgendes geplant:

Der Bolt soll 2017 auf den Markt gebracht werden und zwar weltweit. Es soll, wie gesagt eine Reichweite von 320km erreicht werden. Diese Angabe bezieht sich sicherlich auf den amerikanischen Testzyklus. Der Verbrauch  zumindest in Deutschland (mit den höheren Grundgeschwindigkeiten auf Autobahn und Landstraße) liegt min. 15% höher, damit werden es dann wohl eher um die 270km in der Praxis sein.

Bild des Chevrolet Bolt EV - Glasdach (Quelle: GM)

Chevrolet Bolt EV – Glasdach (Quelle: GM)

Es würde ein Viersitzer (Warum Chevrolet so etwas konzipiert ist mir absolut ein Rätsel. Sowohl beim aktuellen Volt als auch beim BMW i3 ist dieser Ansatz mit zwei anstatt drei Rücksitzen ein oft genannter Kritikpunkt der Kunden).

Bild des Chevrolet Bolt EV - Ladeanschluss (Quelle: GM)

Chevrolet Bolt EV – Ladeanschluss (Quelle: GM)

Er hat große, dafür schmale Bereifung, soll Gleichstromladung unterstützen (auch wenn beim Konzept bisher ein entsprechender Ladeanschluss nicht zu erkennen ist).

Bild des Chevrolet Bolt EV - Rückansicht (Quelle: GM)

Chevrolet Bolt EV – Rückansicht (Quelle: GM)

Die Türgriffe versenken sich in der Karosserie (oh, dass kommt nicht von BMW, sondern vom Tesla Model S).

Und zu guter Letzt der Preis. 30.000$ (allerdings nach dem Steuerrabatten von 7.500$, demnach also 37.500$) lautet die Preisankündigung für den amerikanischen Markt. Gehen wir zugunsten des Vergleichs einmal von einem entsprechenden Eurokurs in 2017 aus, dann landen wir bei..na..genau…34.900€ (dem Baispreis des BMW i3).

Ist ein solcher Nachbau..ähm..ein solches Konzept jetzt gut oder schlecht?

Natürlich ist es gut. Besser eine Kopie als gar kein Engagement im Bereich der rein elektrischen Autos.

Werden sie erfolg damit haben?

Wahrscheinlich, denn der Bedarf wird auch 2017 groß genug sein. Echte Konkurrenz oder gar Technologieführer wird GM damit aber bestimmt nicht. Die zweite Auflage des Leaf wird laut Nissan Geschäftsführer Gosn den Bolt in allen Belangen übertreffen (und Nissan kann man als Marktführer solche Aussagen sicherlich abnehmen). 

Bild des Chevrolet Bolt EV - Innenraum (Quelle: GM)

Chevrolet Bolt EV – Innenraum (Quelle: GM)

Ob das Model 3 von Tesla 2017 oder 2018 auf den Markt kommt, ist dabei auch egal, die derzeitige Technik von Tesla ist nicht nur in der Benutzerführung im Innenraum kilometerweit voraus. Und es wird zum gleichen Preis eine weit höhere Fahrzeugklasse besetzen als der Bolt.

Was bleibt zu hoffen?
Das GM dieses Fahrzeug auch Opel zur Verfügung stellt. Besser noch nur die Plattform, dann könnte Opel einen Corsa oder eben einen Opel Blitz (nein, nicht den alten LKW) bauen, der wirklich konsequent ist.

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